Chimaera mit dem Surgical AI Hub Germany beim EAES Kongress 2026
Beim 34. Jahreskongress der Europäischen Vereinigung für Endoskopische Chirurgie (EAES) in Athen kamen Chirurgen, Forscher und Partner aus der Industrie zusammen. Vier Tage lang standen klinische Exzellenz, wissenschaftlicher Austausch und eine gemeinsame Vision für den Operationssaal von morgen im Mittelpunkt. Für uns bei Chimaera war der diesjährige Kongress ein entscheidender Meilenstein für das Projekt „Surgical AI Hub Germany“ (SAIHG) und ein besonderer Moment, in dem wir miterleben konnten, wie unsere jahrelange interdisziplinäre Arbeit vor den Augen der chirurgischen Fachwelt zum Leben erweckt wurde.
Eine Plattform auf der Bühne der Präsidentin

Einer der unbestrittenen Höhepunkte des Kongresses war die Vorstellung des Projekts „Surgical Quality Platform“ mit Chimaera ImViA als Kernkomponente im Rahmen des Präsidialvortrags der EAES-Präsidentin Prof. Dr. Nicole Bouvy. In ihrer Präsentation skizzierte sie eine Vision, in der künstliche Intelligenz chirurgisches Fachwissen demokratisieren und eine hochwertige chirurgische Versorgung weltweit einheitlicher, vergleichbarer und zugänglicher machen würde.
Da der Vortrag in Athen, der Wiege der Demokratie, gehalten wurde, gewann die Botschaft zusätzlich an Gewicht. Unser eigener Beitrag zu dieser Vision, die browserbasierten Annotations- und Analysefunktionen von Chimaera ImViA, ist Teil jener Plattform, auf der diese Vision aufbaut.
Der Demonstrator live auf der EAES
Über den Präsidialvortrag hinaus war die EAES 2026 der Höhepunkt, auf den der SAIHG seit dem sechsten Hackathon des Projekts vor einigen Wochen in Berlin hingearbeitet hatte: die Live-Präsentation eines vollständig vernetzten Demonstrators vor der chirurgischen Fachwelt. Am Stand des SAIHG im Technology Corner konnten die Kongressbesucher den gesamten Arbeitsablauf verfolgen: vom Hochladen und der automatisierten Anonymisierung von Operationsvideos über die KI-gestützte Analyse in Chimaera ImViA (zum Beispiel die Erkennung von Operationsphasen oder Blutungen) bis hin zur synchronisierten Visualisierung der Ergebnisse in der Surgical Quality App.
Die Resonanz aus der chirurgischen Fachwelt

Der Demonstrator stieß während des gesamten Kongresses auf anhaltendes Interesse. Am Stand des „Surgical AI Hub Germany“ strömten kontinuierlich Besucher herbei, um die Plattform zu erkunden. Im Rahmen der KI-Masterclass hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, den gesamten Arbeitsablauf hautnah zu erleben. Diese praktischen Übungen führten zu wertvollen Diskussionen über praktische Anforderungen, klinische Arbeitsabläufe und zukünftige Anwendungsmöglichkeiten der KI-gestützten chirurgischen Qualitätsbewertung.
Besonders ermutigend war das große Interesse an der „Early Adopter Engagement Study“ des Konsortiums. Chirurgen, Forscher und Industrievertreter tauschten ihre Sichtweisen darüber aus, wie solche Technologien in den klinischen Alltag integriert werden könnten, und lieferten damit wichtiges Feedback für die nächste Entwicklungsphase.
Für unser Team war die Gelegenheit, den Demonstrator direkt mit seinen zukünftigen Anwendern zu besprechen, einer der wertvollsten Aspekte der EAES 2026. Zu sehen, wie Kliniker mit der Software interagierten, einzelne Arbeitsschritte testeten und offen ihre Erwartungen äußerten, bestätigte erneut, dass erfolgreiche chirurgische KI nur durch die enge Zusammenarbeit von Chirurgen, Ingenieuren, Forschern und Fachleuten aus der Industrie entstehen kann.
Warum dieser Meilenstein für das Projekt von Bedeutung ist

Der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Surgical AI Hub Germany wurde ins Leben gerufen, um die Qualität chirurgischer Eingriffe in großem Maßstab messbar und vergleichbar zu machen. Er ersetzt die anekdotische Beurteilung durch eine objektive, datengestützte Analyse von Operationsvideos. Chimaera konzentrierte sich auf die Annotation und Verarbeitung im Rahmen dieses Prozesses und stellte effiziente, qualitätsgesicherte Tools bereit, die rohes Operationsmaterial in KI-taugliche Trainingsdaten umwandeln.
Die Integration dieser Arbeit in einen live vorführbaren, kongresstauglichen Demonstrator und die Erwähnung auf der Hauptbühne sind ein starkes Signal dafür, dass die Plattform den Übergang von einem internen Entwicklungsmeilenstein zu einem von der chirurgischen Fachwelt anerkannten Projekt vollzieht, an dem sie teilhaben möchte. Die Gespräche aus der „Early Adopter Engagement Study“ in Athen werden diese Dynamik direkt in die nächste Phase des Projekts tragen.
Ein herzliches Dankeschön
All dies wäre ohne die Menschen, die dahinterstehen, nicht möglich gewesen. Wir möchten uns beim gesamten Team des Surgical AI Hub Germany und seinen Partnern bedanken, darunter Univ.-Prof. Dr. med. Martin Wagner, Dr. Johanna Brandenburg, Marlene Karl, Formigas, MBITS Imaging und KARL STORZ. Unser herzlicher Dank gilt dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für die finanzielle Unterstützung und der EAES für die Ausrichtung dieses hervorragenden Forums zum Austausch.
Abschließend danken wir allen, die an unserem Stand vorbeigeschaut, die Plattform getestet, an der Masterclass teilgenommen oder eine gute Frage gestellt haben. Unser besonderer Dank gilt denjenigen, die Interesse daran bekundet haben, die nächste Generation der chirurgischen KI mitzugestalten – wir freuen uns darauf, die in Athen begonnenen Gespräche fortzusetzen.
Das könnte Sie auch interessieren:
Chimaera ImViA Ecosystem: Webapplikations-Ökosystem für intelligente Bild- und Video-Annotation, Analyse und KI
Surgical AI Hub Germany: Objektive Messung chirurgischer Qualität durch den Aufbau eines datenbasierten Wertschöpfungsnetzwerks
Annotationsservices: Professionelle Datenannotation mit eigenen Experten und eigener Software – wenn es auf Qualität ankommt!
